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Seit Jahren mühen sich die Wiener NDH Freaks STAHLHAMMER nun schon nach Kräften, doch richtige Kracher haben die drei noch nicht abgeliefert. Und auch, wenn das Labelinfo die neue Scheibe „Stahlmania“ als Meilenstein in den Himmel lobt, hier ist das Gegenteil der Fall. Geboten wird belangloser, austauschbarer NDH Sound, der mit simplen, drucklosen Gitarren auskommen muss und teilweise wie ein billiger Rammstein-Abklatsch („Compact“, „Angst“) wirkt. Das hört sich hart an und ist es auch. „Stahlmania“ hat kaum Überraschungsmomente zu bieten, hat keine einzige halbwegs tolle Melodie an Bord und plätschert eigentlich nur so vor sich hin. Lediglich zwei Songs können durch Witz respektive Tanzbarkeit gepaart mit einer gewissen Härte überzeugen. Allerdings passt es ins Bild, dass es sich bei „Out OF The Dark“ und „Verdammt, Sie Hasst Mich“ mitnichten um reine STAHLHAMMER Songs handelt. Erstgenannter ist das obligatorische Cover, das die Österreicher auf jedem Album dabei haben (und das hier auch mal gut gelungen ist), auch wenn es zu bezweifeln ist, ob die Welt eine weitere FALCO-Nummer braucht. Bei „Verdammt, Sie Hasst Mich“, haben sich STAHLHAMMER den Mathias Reim Schlager-Klassiker „Verdammt, Sie Liebt Mich“ zur Brust genommen, und gehörig durch den Fleischwolf gedreht. Ist im Endeffekt richtig lustig („…Sie kommt des nächtens spät nach Haus und ruht sich gerne tagsüber aus, sie malt Schlösser in die Luft und hört Lieder aus der Gruft…“) und sogar originell. Wenn der Rest der Scheibe mit ähnlichem Wiener Schmäh und einer größeren musikalischen Kompetenz, bezogen aufs Songwriting, aufwarten könnte, wäre es ein richtig gutes Album geworden. So ist es leider nur das Gegenteil festzuhalten. (lk)