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Die Österreicher von STAHLHAMMER haben es wieder getan! Mit dem neuen Werk "Stahlmania" wird am 27.09.2004 das nunmehr nach "Killerinstinkt", "Wiener Blut", "Feind hört mit" und "Eisenherz" fünfte Album des Trios veröffentlicht.

Das Line-up von STAHLHAMMER sieht folgendermassen aus:
Gary Wheeler - Vocals, Guitars, Keys & Programming
Peter Karolyi - Bass
Michael Stocker - Drums

Mal sehen, was die drei Herren da fabriziert haben.
Unter den insgesamt 15 Tracks sind auch zwei Coverversionen zu finden. Ganz schön mutig, sich an Falco und Udo Jürgens (ja, ja richtig gelesen - Udo Jürgens...) heranzuwagen.
Aber mal zurück zum Anfang.
Der 1. Song des Silberlinges ist "Keine Tränen sehen".

Ein monströser Song über Tod und Sterben mit dramatischem Text und genauso tragisch wirkender Instrumentierung. An zweiter Stelle kommt nun der Titelsong "Stahlmania", der mit harten Riffs eingeleitet wird. Auffallend sind der extrem metallisch, ja industriell wirkende, Sound. Der Gesang erinnert irgendwie an Opernarien, so weinerlich tragisch lässt Gary seine Stimme klingen.

Und nun bin ich gespannt auf die Coverversion von "Out of the dark" von Falco. Auf jeden Fall ist diese Version interessant gestaltet und würde dem Meister selbst sicher auch gefallen. Den Reiz macht hier das schnelle Tempo des Sprechgesanges gepaart mit der wohlbekannten Melodie aus. Nicht schlecht!

Der vierte Song ist "Dein Held sein". Auch dieser Titel wirkt durch industriell klingende Instrumente und ausdruckstarken Text. "Das Salz auf deiner Haut" wird abgehackt, zerissen interpretiert und steht im Kontrast zu den vorher gehörten Songs. STAHLHAMMER bieten einiges an Abwechslung auf diesem Album.

Es ist schwierig "Stahlmania" in eine vorgefertigte Schublade zu stecken. Ich finde keine Band, die sich kompromisslos mit STAHLHAMMER vergleichen liesse. Einige Passagen und Riffs lassen eine Nähe zu Rammstein vermuten, der industrielle Klang erinnert leicht an Eisbrecher und der manchmal etwas irre klingende Gesang kommt mir von SOAD bekannt vor. Aber das sind nur Versuche, einen einergemassen geeigneten Vergleich anzustellen.

"Das unentdeckte Land" ist etwas verhaltener im gesanglichen Ausdruck und die Gitarren-Riffs stehen hinter dem tragenden Pianopart zurück. Auch bei "Angst" wird mit dem Emotionen des Zuhörers gespielt. STAHLHAMMER bringen ab und an recht überraschende Elemente in die Songs ein. So werden neben ruhigeren Passagen auch richtig thrashige Strecken gespielt.

"Der zerbrochene Traum" hört sich wieder ein wenig wie eine Metalhymne a la Manowar an. "Lady Josephine" besticht durch Härte und Bombast nebeneinander. Ausserdem ist der halb englisch halb deutsch gesungene Text eingängig und gibt dem Lied die nötige Wirkung. "Habe dich geliebt" überrascht durch ruhige Elemente und lässt sich leichter als Rock mit theatralischem Text beschreiben. "Verdammt sie hasst mich" könnte durchaus als deutsches Pendant von Nickelbacks "She fucking hates me" durchgehen. Na ja, wohl doch nur textlich. Der Rausschmeisser "Merci, Cherie", die Coverversion des Udo Jürgens Klassikers, ist wohl doch nicht so ganz ernst gemeint. Aber STAHLHAMMER stellen damit eindrucksvoll ihre Wandelbarkeit unter Beweis.

Die Produktion lässt keine Wünsche offen und wirkt sich positiv auf das Gesamtwerk aus.

Also, Freunde gepflegter Rockmusik, ab 27.09.2004 ist die Scheibe beim Plattenhändler Eures Vertrauens zu haben!

7.0 Punkte von Manuela (am 16.09.2004)