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STAHLHAMMER mögen ja eine ganz eindrucksvolle Vita besitzen (Crossover-Projekt mit der Wiener Staatsoper, Auftritt beim Wechsel der EU-Präsidentschaft) und einige coole Songs intoniert haben (u.a. das geile „Wiener Blut“), im Hause Vollmer haben sie mit ihrem neuen Werk entgegen dem Titel keine „Stahlmania“ ausgelöst. Megaherz und Rammstein haben in dem Genre (harte Riffs, Stakkato-Rhythmen, harrrsche Vocals) die Messlatte einfach zu hoch gelegt, als dass sie erreicht werden könnte. So auch hier. Zwar sind Nummern wie das epische, mitgrölkompatible „Ich habe Dich geliebt“ (neue Deutsche Härte-Schlager?), das Falco-Cover „Out Of The Dark“ (war aber im Original schon geil) oder „Merci Cherie“ (Udo Jürgens-Cover) ganz cool, hartes Gegroove wie „Keine Tränen“, Dein Held sein“ oder „Der zerbrochene Traum“ gab’s von den beiden genannten Bands (von mir aus seien auch Eisbrecher oder Atrocity zur „Gemini“-Phase genannt) aber schon wesentlich besser, ganz zu schweigen von (vorsichtig gesagt) wenig berauschenden Tracks der Marke „Ich“, „Das Salz auf Deiner Haut“ oder „Angst“. Eine EP mit den Highlights wär der Hammer, so ist der Gesamtpack mit den 15 Nummern in 54 Minuten trotz der superfetten und harten Produktion zuviel. Weniger wäre mehr gewesen.

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Oliver Vollmer