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jahre hindurch war STAHLHAMMER eines der aushängeschilder des österreichischen metal, das es nicht nur bis MTV geschafft hatte, sondern auch mittels des "wiener blut"-albums in das wiener volkstheater und in die wiener staatsoper einzog. nun kehren sie in verchromten masken aus stahl des kunstschmieds MARTIN KLOBASSA zurück, der bereits als maskenbildner bei arnold schwarzeneggers "terminator" mitwirkte.

mit big-names haben es die wiener scheinbar, denn "marilyn" als zweiter track machen sie eine metallene verbeugung vor dem sexsymbol inklusive songausschnitten von "i wanna be loved by you". da sie gerne mit elektronik spielen, gibt es drumcomputer und electro-klänge á la RAMMSTEIN, vor allem der opener "und ich bring dir die hölle" oder "für immer" erinnert an die deutschen barden. doch sie besingen nicht nur die fleischeslust, sondern können durchaus melancholisch-nachdenklich werden, und das "bis in alle ewigkeit".

nach dem genuss der 11 tracks, der fight-song "hölle" für die VIENNA VIKINGS und dem videotrack zu "eisenherz" bleiben gemischte gefühle. sicher, noch nie hatten STAHLHAMMER so catchy melodien in ihrer musik, mit dem NDW-klassiker "eisbär" dazu noch das obligatorische cover; auch die gitarren sägen brav und das schlagzeug klingt schön schmissig gespielt. nicht zuvergessen: die programmings veredeln die songs, statt dass sie sie entstellen. andererseits denkt man sich, die neue platte wäre zu zeiten des RAMMSTEIN-hypes besser aufgehoben gewesen. eine fettere produktion hätte ich mir auch gewünscht. aber andererseits passiert musik nicht im kopf, sondern im bauch. mit dem vierten album haben STAHLHAMMER ganz gewiss ihre ultimativste platte vorgestellt und höre da - plötzlich schlägt auch in meiner brust das "eisenherz"!

(8/10)