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Eine der kultigsten Bands die die Österreichische Undergroundschmiede je hervorgebracht hat, ist wieder da! STAHLHAMMER fabrizieren mit "Eisenherz" ein musikalisch schräges, wie geniales Werk, das Songtechnisch nur wenig Schwächen zulässt! Irgendwann kommt natürlich zwangsläufig der vergleich mit RAMMSTEIN, doch Achtung, so vorschnell darf man hier nicht urteilen... Denn STAHLHAMMER haben schon im Österreichischen Underground herumgewuselt, als RAMMSTEIN den Sprung über die Grenze noch nicht geschafft hatten... So lasse ich diesen etwas unfairen vergleich eben einfach im Raum stehen, um dem werten Leser einen kleinen Anhaltspunkt zu Stahlhammers Musik zu liefern, die sonst eher schwierig in Worte zu fassen ist. Zweites Achtung: dieses Album muss man sich definitiv öfters anhören, um es lieb zu gewinnen, denn der erste Eindruck hinterlässt nur ein großes Fragezeichen und die berechtigte Frage: was war das jetzt für ein musikalischer Wirbelsturm? Gut, nach diesen "Warnungen" zum Genuss von "Eisenherz" kann ich ja endlich ein wenig näher auf die Songs eingehen (und die Herren von der einschlägigen großen Fachpresse hätten ruhig auf meine Warnungen hören können, bevor sie die Scheibe zerrissen haben...* g * ) Hervorzuheben sind hier wirklich viele Songs, um nicht zu sagen fast alle, doch möchte ich mir vor allem auf die extrem geilen Nummern wie "Marilyn" reduzieren, um noch ein wenig Überraschungen offen zu lassen ;-) Jaja, und "Marilyn" ist wahrlich ein seltsames Stück Musik, das vor allem mit einem Sample des berühmten MARILYN MONROE Songs "I wanna be loved by you" glänzt. Wirklich, wirklich interessant (und das jetzt im positiven Sinne). Ein Ohrwurm der Extraklasse ist "Eisenherz", der mit Keyboardeinsatz und elektronischem Touch eine sehr düstere Stimmung vermittelt, fast schon beklemmend würde ich sagen. Bei "Eisbär" kommen nostalgische Gefühle auf, das Cover des berühmten Songs ist sicher eines der besten, die ich je gehört habe, Daumen hoch! Doch wissen wir ja alle, dass STAHLHAMMER für ausgezeichnete Coversongs bekannt sind, und wer zum Beispiel ihr Wiener Blut Cover kennt, weiß, was ich meine. Eher langsam geht es mit "Bis in alle Ewigkeit" weiter, ein sehr gefühlvoller Song, der mich - man verzeihe mir den Vergleich - ein wenig an neue IN EXTREMO Songs ohne Dudelsack erinnert (doch auch hier kann ich sagen, dass STAHLHAMMER nicht kopiert haben, da das Album eine ziemlich lange Produktionszeit hinter sich hat). Und so folgt ein genialer Song dem anderen, manchmal verwenden STAHLHAMMER auch Introteile, wie bei "Grabesnacht", manchmal krachen die Gitarren brutal, die Stimme wirkt gekrächzt und der Sound brutal, dann wieder zeigen Stahlhammer ihre sanfte Seite, verwenden subtile Keyboardarrangements und spielen mit den Gesangslinien. "Eisenherz" liebt man oder hasst man eben, dieses Album ist etwas ganz besonderes und sicher nichts zum einmal reinhören, denn hier verstecken sich subtile Soundstrukturen hinter plump erscheinenden Teilen... und das ist der besondere Reiz von "Eisenherz"!

9/10